Starnberg zeigt, wie Gemeinden und Haushalte sich auf Krisen vorbereiten können
Bei einem Informationstag zum Bevölkerungsschutz am vergangenen Samstag im Landratsamt Starnberg erläuterten Behörden und Hilfsorganisationen ihre Aufgaben und gaben Hinweise zur privaten Vorsorge. Landrat Stefan Frey hob hervor, dass private Vorsorge neben Einsatzplänen, regelmäßigen Übungen und funktionierenden Hilfsstrukturen eine wichtige Säule im Krisenfall sei und dankte insbesondere den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement.
Aufgaben des Landkreises und Einsatzzentrale
Am Vormittag informierten Kreisräte und Bürgermeister in einer Klausurtagung über die Rolle des Landkreises als Katastrophenschutzbehörde. Vorgestellt wurden bestehende Einsatzpläne, die Vorbereitung auf verschiedene Krisenszenarien und die Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen. Bei einem Rundgang durch die Einsatzzentrale konnten die Teilnehmer verfolgen, von wo aus Einsätze in Krisen- und Katastrophenfällen geleitet werden.
Konkrete Empfehlungen für Haushalte
In Vorträgen im Foyer des Landratsamtes standen praktische Maßnahmen für den Alltag im Mittelpunkt. Als grundlegende Selbstvorsorge nannten die Veranstalter einen Vorrat an Lebensmitteln und Trinkwasser, eine Taschenlampe, ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio sowie eine kleine Hausapotheke. Außerdem rieten Fachleute dazu, wichtige Dokumente griffbereit aufzubewahren und innerhalb der Familie Kommunikations- und Treffpunkte für den Ernstfall abzusprechen. Katastrophenschutzplaner Roland Schwankhart betonte, dass gut vorbereitete Bürgerinnen und Bürger zur Bewältigung einer Krise beitragen und dass es wichtig sei, im Vorfeld zu wissen, wo im Ernstfall ein sogenannter Leuchtturm eingerichtet wird, über den zentrale Informationen an die Bevölkerung ausgegeben werden.
Ehrenamtliche Organisationen zeigten Ausrüstung und Technik
Am Nachmittag präsentierten BRK, THW, Wasserwacht, DLRG, Feuerwehr, die Kreisbrandinspektion und Mitglieder des Amateurfunkclubs auf dem Freigelände Einsatzfahrzeuge, Gerätschaften und Informationsmaterial. Für viele Besucherinnen und Besucher bot die Ausstellung selten zu sehende Geräte zur Anschauung, etwa ein Unimog der Feuerwehr. Die Beteiligten nutzten die Gelegenheit zum Austausch über praktische Abläufe und zur Darstellung der Bedeutung ehrenamtlicher Strukturen für die Krisenbewältigung.
Veranstalter und Experten betonten, dass es nicht darum gehe, Angst zu schüren, sondern zur Auseinandersetzung mit dem Thema anzuregen. Gut informierte und vorsorgende Haushalte trügen zu mehr Sicherheit in Ausnahmesituationen bei.
Quelle anzeigen

Auch interessant:




Kommentar veröffentlichen