Kasernengelände in Pöcking wird neuer Stellplatz für Jugendverkehrsschule
Die Jugendverkehrsschule des Landkreises Starnberg hat einen dauerhaften Stellplatz auf dem Gelände der General Fellgiebel Kaserne in Pöcking erhalten. Hintergrund ist der Wegfall der bisherigen Unterstellmöglichkeit am Landratsamt und das Ausbleiben bezahlbarer Angebote auf dem privaten Markt. Landrat Stefan Frey dankte der Bundeswehr für die kurzfristige Unterstützung.
Neuer Standort und Ablauf
Bislang stand der grüne LKW der mobilen Verkehrsschule in einer Garage am Landratsamt. Das Fahrzeug ist vollständig ausgestattet mit Fahrrädern, Reparatursets und Verkehrszeichen und wird von den Jugendverkehrserziehern der Polizeiinspektion Gauting zu den Schulen gebracht. Nachdem die bisherige Unterstellmöglichkeit nicht mehr zur Verfügung stand und private Anmietungen nicht realisierbar waren, bot die Bundeswehr Platz auf ihrem Kasernengelände an.
Brigadegeneral Kai Heß, Kommandeur des Ausbildungszentrums Cyber und Informationsraum in Pöcking, kommentierte die Entscheidung mit einem Augenzwinkern und verwies darauf, dass die Bundeswehr nicht nur für Sicherheit, sondern nun auch in begrenztem Umfang für Verkehrssicherheit Sorge trage.
Aufgabenverteilung zwischen den Polizeiinspektionen
Mit dem Umzug ändert sich auch die Betreuung der Schulen. Die Verantwortung teilen sich nun die Polizeiinspektionen Gauting und Herrsching. Die PI Gauting betreut die Schulen in Berg, Feldafing, Gauting, Gilching, Krailling, Pöcking, Tutzing sowie den Ortsteil Percha. Die PI Herrsching ist zuständig für Andechs, Herrsching, Inning, Seefeld, Weßling, Wörthsee sowie die Stadt Starnberg ohne Percha. Außerdem werden die Fünfseenschule in Söcking und die Munich International School in Percha von der Inspektion Herrsching betreut.
Andreas Ruch von der PI Gauting und Winfried Naßl von der PI Herrsching erklärten, dass der neue Standort in der General Fellgiebel Kaserne für beide Inspektionen vorteilhaft sei, weil er von beiden Standorten gut erreichbar ist.
Bedeutung der Jugendverkehrsschule und Zahlen
Die mobile Jugendverkehrsschule ist derzeit an 26 Grundschulen im Landkreis im Einsatz. Die Zahl der Kinder, die am Ende der vierten Klasse noch nicht Fahrrad fahren können, ist nach Angaben der Verantwortlichen in den vergangenen Jahren gestiegen, weshalb praktische Verkehrserziehung an Bedeutung gewinnt. Seit der Gründung vor 51 Jahren wurden nach Schätzungen der Verantwortlichen deutlich über 80 000 Fahrradführerscheine ausgegeben.
Träger der Jugendverkehrsschule ist der Landkreis Starnberg. Die personelle Betreuung übernehmen die Jugendverkehrserzieher der beiden Polizeiinspektionen. Die Kreisverkehrswacht Starnberg unterstützt das Projekt seit Beginn.
Landrat Stefan Frey betonte, dass praktische Verkehrserziehung heute wichtiger denn je sei und bedankte sich ausdrücklich bei der Bundeswehr für die unkomplizierte Hilfe.
Quelle anzeigen




Kommentar veröffentlichen