Landkreis Starnberg rüstet Feuerwehren mit fünf neuen Anhängern und Spezialtechnik aus

Landkreis Starnberg rüstet Feuerwehren mit fünf neuen Anhängern und Spezialtechnik aus
Landkreis Starnberg rüstet Feuerwehren mit fünf neuen Anhängern und Spezialtechnik aus | Bild: © Landratsamt Starnberg

Der Landkreis Starnberg hat in die Ausstattung seiner Feuerwehren investiert und fünf neue Anhänger sowie spezialisierte Gerätschaften in Dienst gestellt. Die Fahrzeuge und Geräte sind im Katastrophenschutzlager Frieding stationiert und sollen Einsatzkräfte bei besonderen Schadenslagen unterstützen sowie die kreisangehörigen Gemeinden finanziell entlasten.

Neue Anhänger und ihre Aufgaben

Zwei der Anhänger dienen der Verkehrssicherung auf den Autobahnen A95 und A952 und werden künftig bei den Freiwilligen Feuerwehren in Berg und Percha stationiert. Sie sind speziell für die Absicherung von Unfallstellen auf Bundesautobahnen und autobahnähnlichen Straßen ausgelegt und sollen Einsatzkräfte vor dem fließenden Verkehr schützen sowie den Verkehrsraum frühzeitig sichern.

Ein weiterer Anhänger ist für Sonderlöschmittel ausgelegt und verfügt über 120 Kilogramm Kohlendioxid. Er wird bei der Feuerwehr Krailling eingesetzt und ist vorgesehen für Brände in elektrischen Anlagen, Laboren und Rechenzentren sowie für Brandfälle in Pellet und Hackschnitzelbunkern, bei denen Löschwasser erhebliche Folgeschäden verursachen würde.

Umbau bestehender Anhänger und Spezialausstattung

Als Reaktion auf die zunehmende Gefahr von Wald und Vegetationsbränden wurde ein vorhandener Anhänger umgebaut und mit spezieller Ausrüstung bestückt. Die Beladung umfasst unter anderem Lösch und Transportrucksäcke, Werkzeuge zur Bodenbearbeitung, Schlauchmaterial sowie leichte Schutzkleidung für 30 Einsatzkräfte.

Ein weiterer umgerüsteter Geräteanhänger dient der Ölwehr. Er enthält verschiedene Bindemittel für Straßen und Gewässer, Ölbindevliese in unterschiedlichen Ausführungen, ein Schlauchboot sowie Siebschaufeln für die fachgerechte Aufnahme verunreinigter Materialien. Beide Umbauten wurden von den Gerätewarten in Eigenregie durchgeführt und stehen den Feuerwehren des Landkreises kurzfristig zur Verfügung.

Finanzierung und Wirkung

Für die Maßnahmen gab der Landkreis insgesamt rund 90 000 Euro aus. Die Regierung von Oberbayern übernahm dabei knapp 29 000 Euro als Fördermittel. Durch die Förderung der Verkehrssicherungsanhänger und die eigen erbrachten Leistungen bei den Umbauten konnten Mittel eingespart werden und die Gemeinden von der Vorhaltung kostenintensiver Spezialausstattung entlastet werden.

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