Landkreis Starnberg und BBK raten zu konkreter Vorbereitung auf Stromausfälle und Krisen
Die jüngsten Vorfälle in Berlin haben gezeigt, dass ein mehrtägiger Stromausfall Realität werden kann. In Bayern gibt es nach Angaben des Landkreises derzeit keine Hinweise auf vergleichbare Anschläge, dennoch wird die Eigenvorsorge als wichtiger Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung betont. Eine Umfrage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zeigt, dass etwas mehr als die Hälfte der Befragten bisher keine gezielte Vorsorge für Krisen getroffen hat.
BBK überarbeitet Ratgeber zu Krisenvorsorge
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat seinen Ratgeber Vorsorgen für Krisen und Katastrophen umfassend überarbeitet. Das Heft fasst bewährte Empfehlungen zur klassischen Notfallvorsorge zusammen, zum Beispiel für Stromausfälle, Hochwasser oder Extremwetter. Enthalten sind praktische Checklisten und Hinweise, wie ein sinnvoller Vorrat angelegt werden kann und welche Dinge im Notfall schnell verfügbar sein sollten.
Neu aufgenommen wurden Themen, die auf aktuelle Herausforderungen eingehen. Dazu zählen Hinweise zum Erkennen von Desinformation, Informationen dazu, wo bei Explosionen Schutz gesucht werden kann, sowie Ratschläge zum Umgang mit Ängsten und Sorgen in Extremsituationen bei Erwachsenen und Kindern. Der Ratgeber steht digital zum Download bereit unter www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Ratgeber-Checkliste/ratgeber-checkliste_node.html und liegt außerdem im Landratsamt aus.
Blackoutplan und Übungen im Landkreis Starnberg
Der Landkreis Starnberg hat bereits vor etwa zwei Jahren einen Blackoutplan erarbeitet und in einer Übung das Zusammenspiel mit Gemeinden und Hilfsorganisationen getestet. Zu den zentralen Aufgaben im Ernstfall zählt laut Landratsamt die Sicherstellung der Bevölkerungsversorgung mit Wasser, Energie und medizinischer Grundversorgung. Der Kreisausschuss hat jüngst die Beschaffung eines weiteren mobilen Notstromgenerators beschlossen.
Weil im Blackoutfall Kommunikationsmittel wie Handy, Radio und Fernsehen kurzfristig ausfallen können, sieht der Plan die Einrichtung von Anlaufstellen für die Bevölkerung vor. Auf der Homepage des Landratsamtes sind die wichtigsten Informationen für Bürgerinnen und Bürger sowie für Pflegeeinrichtungen, Apotheken, Arztpraxen, Kitas und Schulen zum Download verfügbar unter www.lk-starnberg.de/katastrophenschutz.
Praktische Hinweise für den Alltag
Die Behörden empfehlen, sich frühzeitig mit den veröffentlichten Informationen vertraut zu machen und einfache Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Dazu gehören ein ausreichender Vorrat an Wasser und Lebensmitteln, griffbereite Notfallunterlagen und ein Plan für den Kontakt mit Angehörigen. Landrat Stefan Frey appellierte, Vorsorge sei stets sinnvoll und empfahl, die Informationsflyer für den Notfall gut erreichbar aufzubewahren.
Die Behörden betonen, dass Vorsorge nicht nur individuelle Schutzmaßnahmen umfasst, sondern auch die Kenntnis lokaler Anlaufstellen und Abläufe. Die verfügbaren Ratgeber und die Informationen des Landkreises sollen dabei helfen, die Vorbereitung auf verschiedene Notlagen systematisch anzugehen.
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