Früh handeln gegen Riesenbärenklau: Wann und wie Entfernung am sichersten ist
Nach dem langen Winter treibt mit steigenden Temperaturen und viel Regen auch der Riesenbärenklau aus. Die sogenannte Herkulesstaude kann bei Hautkontakt schwere, phototoxische Reaktionen auslösen. Viele Jungpflanzen sind jetzt bereits etwa 40 Zentimeter hoch, weshalb Behörden und Experten empfehlen, die Bekämpfung im Frühjahr zu beginnen: In diesem Stadium ist die Entfernung weniger aufwändig und für Menschen deutlich weniger gefährlich.
Warum jetzt Eingreifen sinnvoll ist
Die Pflanze wächst später zu stattlichen Exemplaren heran. Sie erreicht eine Höhe von zwei bis vier Metern und bildet ab Juli große weiße Blütendolden von bis zu 50 Zentimetern Durchmesser. Ein ausgewachsenes Exemplar kann bis zu 50.000 Samen produzieren, die bis zu sieben Jahre keimfähig bleiben. Auf diese Weise breitet sich die Staude an Straßenrändern, Bahnlinien, Gewässerufern, Waldlichtungen, brachliegenden Flächen sowie in Parks und Gärten schnell aus und verdrängt heimische Pflanzenarten.
Wie die Entfernung sicher gelingt
Bei der Bekämpfung sollten Schutzkleidung und eine Schutzbrille getragen werden, weil der Pflanzensaft in Kombination mit Sonnenlicht starke Hautreizungen, Rötungen, Juckreiz, Blasenbildungen oder schwer heilende Verbrennungen hervorrufen kann. Die Arbeiten sind möglichst bei bedecktem Himmel durchzuführen, damit das Risiko einer phototoxischen Reaktion reduziert wird.
Einzelpflanzen sollten mitsamt des Vegetationskegels und der Wurzel ausgegraben werden. Alternativ kann der Spross so weit wie möglich unter der Erdoberfläche abgehackt werden. Wird die Pflanze vollständig entfernt, bestehen keine Regenerationsmöglichkeiten und sie stirbt ab. Da das ganze Jahr über weitere Jungpflanzen keimen können, sind regelmäßige Nachkontrollen am Standort notwendig.
Merkmale und weiterführende Informationen
Typische Merkmale der Pflanze sind die großen, mehrteiligen Blätter, der kräftige, rotgesprenkelte und behaarte Stängel sowie die auffälligen, bis zu 50 Zentimeter großen Blütenstände. Die Blütezeit beginnt im Juli. Die Pflanze vermeidet menschliche Kontrolle durch ihre hohe Samenproduktion und die Verbreitung über Gewässer und Luftzüge entlang von Verkehrswegen.
Weitere Hinweise zur Erkennung und zum Umgang mit dem Riesenbärenklau sind beim zuständigen Landratsamt verfügbar. Nähere Informationen finden sich unter www.lk-starnberg.de/neophyten.
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