Renaturierung im Mörlbacher Moor beginnt mit 25 Torfdämmen

Renaturierung im Mörlbacher Moor beginnt mit 25 Torfdämmen
Renaturierung im Mörlbacher Moor beginnt mit 25 Torfdämmen | Bild: © Landratsamt Starnberg

Im Mörlbacher Moor sind in der vergangenen Woche 25 Torfdämme aus Nadelholz eingebaut worden. Die Maßnahme soll weitere Entwässerung stoppen und den Grundwasserstand anheben, damit das rund 15 Hektar große Moor an der Landkreisgrenze wieder Feuchtigkeit speichern kann.

Renaturierung gestartet

Die Torfdämme wurden in bestehende Entwässerungsgräben gesetzt und anschließend mit Torfboden bedeckt. Ziel ist es, das Gebiet von weiterer Trockenlegung zu schützen und die natürlichen Funktionen des Moores wiederherzustellen. Landrat Stefan Frey erklärte, mit dem Einbau solle die Entwässerung gestoppt und dem Moor Gelegenheit zur Erholung gegeben werden.

Funktion von Mooren und historische Ursachen der Entwässerung

Moore sind wichtige Kohlenstoffspeicher und können große Wassermengen zurückhalten. Petra Gansneder, Landschaftspflegeberaterin an der Unteren Naturschutzbehörde, betont, dass ein intaktes Moor zugleich dem Naturschutz, dem Klimaschutz und dem Hochwasserschutz dient. Die Austrocknung vieler Moorflächen geht auf frühere Torfgewinnung zurück. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Gräben angelegt, um Torf als Brennstoff abzubauen. Diese Entwässerungsgräben leiten noch heute Wasser ab und entziehen dem Gebiet Feuchtigkeit.

Weitere Schritte und Eigentumsverhältnisse

Nach dem Einbau der Torfdämme ist geplant, möglichst noch in diesem Jahr eine Spundwand Richtung Autobahn A95 zu errichten. Damit soll der Einfluss des Autobahnbaus auf das Moor reduziert werden. Das Mörlbacher Moor liegt östlich des Berger Ortsteils Mörlbach und wird von der Autobahn von diesem Ortsteil getrennt. Eigentümer der Flächen sind die Gemeinde Berg, der Landkreis Starnberg und eine weitere Privateigentümerin. Die Renaturierung knüpft an frühere Projekte an, nach der erfolgreichen Wiederherstellung des Gilchinger Wildmooses vor etwa drei Jahren erfolgt nun die nächste Maßnahme in der Region.

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